Wie stelle ich einen Heuschober im Spreewald ?

 

Die historische Bauweise des Heuschobers ist ca. 50 cm über den Boden aufgestelzt, damit bei den vielen Winterhochwassern und beim Winterstau  im Spreewald das Heu nicht durch eindringende Nässe  verderben kann. Angefangen hat man mit dem Bau der typischen Gestelle mit quer und längs gekreuzten Hölzern,ca. 50 cm über den Boden gelagert ,mit einer in der Mitte senkrecht stehenden Stange. Dann wurde das auf der Wiese aufwendig  getrocknete Heu zu Schwatte und danach auf Haufen gepackt. Im nächsten Arbeitsschritt wurden  mit Tragestangen (hölzerne Stangen ca. 5 m  lang ) die Haufen  rings um den Schober getragen. Jetzt konnte man mit  zwei Mann den typische Schober stellen .Beide wussten was zu tun ist; Einer musste mit der Heugabel das Heu auf das Gestell packen und der Zweite auf dem Schober entgegennehmen und richtig einpacken. Es wurden immer zwei abwechselnde Runden gepackt.Eine mit den Halmen nach außen  um die Schoberstange. In der zweiten Runde wurde das Heu dicht um die Stange gepackt und angetreten,  um der ersten Runde Halt zu geben. Nach der Methode wurde der Schober zu zwei Drittel der Höhe gleichmäßig gearbeitet ,so das ein kreisrunder Haufen entstand. Das letzte Stück musste im selben Verfahren bis oben , nur in immer kleineren Kreisen weiter gepackt werden, so das der Schober oben einen fast spitzen Abschluss hatte.

Jetzt müssen noch aus Heu geflochtene Kränze von oben über die Schoberstange gezogen werden, um zu verhindern ,dass Wasser von oben eindringen kann. Zum Schluss wird mit viel Geschick der Schober mit einer Holzharke (aus Erle von Hand gefertigt) in Form gebracht und von Oben nach Unten abgeharkt bis er rundherum eine gleichmäßige Form hat. Natürlich hat so jeder Heuschober seine eigene Form erhalten , je nach Geschick des Einzelnen.

Heuschober waren besonders wichtig im Spreewald, weil viele Bauern nicht solch großen Lagerplatz in den Scheunen hatten , aber für das Vieh das Heu im Winter benötigten. Eine Faustregel sagt: Für jedes Rind braucht man im Winter einen Schober.

 

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